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Schulprogramm

der Kardinal-von-Galen-Schule Olsberg

Stand 09/2016

 

 

 

 

 

 

 

Leitbild:

 

Die Kardinal-von-Galen-Schule Olsberg ist eine Schule für alle Kinder, für starke und schwache. Wir fördern jegliche Bemühungen und Aktivitäten, die uns alle friedlich zusammenbringen. Wir treten diskriminierenden Äußerungen und Handlungen entschieden entgegen.

 

Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten zum Wohl der Schule zusammen. Es ist unser Ziel, möglichst alle Kinder soweit zu fördern, dass sie nach der Grundschule in den weiterführenden Schulen gut zu recht kommen.

 

Zum guten Miteinander gehört natürlich auch, dass Kinder und Erwachsene stets freundlich und höflich miteinander umgehen. Wir nehmen aufeinander Rücksicht und helfen uns gegenseitig, sowohl im Unterricht als auch in den Pausen. Wir versuchen Streitigkeiten ohne Gewalt zu schlichten bzw. sie ganz zu vermeiden.

 

Auf dieser Grundlage ergeben sich folgende, im Sommer 2002 in einer pädagogischen Konferenz entwickelten Leitsätze für unsere Schule (überarbeitet 2009):

 

  • Wir wollen für eine freundliche Atmosphäre sorgen und einen höflichen Umgang untereinander pflegen, sowohl innerhalb des Kollegiums als auch mit den Schülern

 

  • Wir wollen die Kinder so weit wie möglich zu Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft anleiten sowie Hilfsbereitschaft und individuelles Lernen fördern

 

  • Wir wollen im Kollegium zusammen arbeiten und Erfahrungen austauschen, um effektiver arbeiten und reflektieren zu können

 

  • Bei Problemen mit schwierigen Kindern wollen wir uns im Kollegium austauschen und möglichst zu gemeinsamen Lösungen kommen

 

 

 

 

 

1. Unsere Grundschule

 

 

1.1 Geschichte unserer Schule

 

Im Jahre 1962 fand die feierliche Einweihung der Kardinal-von-Galen-Schule statt. Nachdem sie zunächst noch als Volksschule geführt wurde, erfolgte erst ab 1969, etwas später als in vielen anderen Orten und nach der Fertigstellung des neuen Hauptschulgebäudes in unmittelbarer Nachbarschaft, die Einrichtung als Grundschule.

 

Grundsteinlegung am 11. März 1961

Einweihung am 25. April 1962

 

Die Statistik der Schülerzahlen seit 1969 zeigt, dass es in diesem Zeitraum bis heute immer wieder tiefgreifende Veränderungen gab. So war in den ersten Jahren sogar eine Aussiedlung von einigen Klassen in andere leerstehende Schulgebäude der Stadt notwendig, um die vielen Kinder unterzubringen. Im Jahre 1983 sank die Schülerzahl auf einen absoluten Tiefpunkt. Bei nur 29 Neuanmeldungen konnte damals nur eine Klasse gebildet werden. In anderen Jahren mit sehr starken Jahrgängen musste sogar der Musikraum als Klassenraum herhalten. 1997 wurde im Obergeschoss ein neuer Klassenraum angebaut, der heute allerdings als Computerraum genutzt wird.

 

 

 

1.2 Der Namenspatron unserer Schule

 

Bei der feierlichen Einweihung im Jahre 1962 erhielt unsere Schule den Namen „Kardinal-von-Galen-Schule“ nach dem unvergessenen Bischof von Münster Clemens August Graf von Galen. Getreu seinem Leitspruch „Nec laudibus, nec timore“ setzte er sich im Zweiten Weltkrieg für schuldlos verfolgte und unterdrückte Menschen ein und gefährdete damit auch sein eigenes Leben. Immer wieder prangerte er mit deutlichen Worten die Ideologie des Nationalsozialismus und das Hitlerregime an. Sein mutiges Auftreten brachte ihm bei der Bevölkerung den Beinamen „Löwe von Münster“ ein.

Als Ehrung für diese Haltung berief Papst Pius XII. den Bischof von Münster am 18. Februar 1946 zum Kardinal. Nach seiner letzten Rede vor den Trümmern des Doms zu Münster erkrankte der Kardinal schwer und starb am 22. März 1946. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Ludgeruskapelle des Doms. Ein großes Mosaikbild im Treppenhaus unserer Schule erinnert an den Kardinal von Galen.

Sicherlich kann man sich darüber streiten, ob der Name „Kardinal-von-Galen-Schule“ in der heutigen Zeit als Bezeichnung für eine Grundschule noch zeitgemäß ist, dennoch sollte das mutige Beispiel des Kardinals auch das Handeln aller bestimmen, die sich an unserer Schule der Ausbildung und Erziehung verpflichtet haben – Eltern und Lehrpersonen gleichermaßen.

 

 

 

 

 

 

 

1.3  Aktuelle Situation

 

Die Kardinal-von-Galen-Schule war von August 2008 an 6 Jahre lang ein Schulverbund zusammen mit der ehemaligen St.Christophorus-Grundschule Wiemeringhausen. Im Jahre 2014 musste der Teilstandort Wiemeringhausen aus demographischen Gründen geschlossen werden. Für die letzten 2 Jahre besuchten die Kinder des Teilstandorts dann den Hauptstandort Olsberg.

Wir unterrichten nach einem Beschluss der Schulkonferenz jahrgangsbezogen.

 

Katholische Grundschule

8 Klassen,

Zum Schulbezirk Olsberg gehören:

Kernstadt Olsberg, Gierskopp, Neues Stadtzentrum, Wulmeringhausen, Assinghausen und Wiemeringhausen, durch die freie Wahlmöglichkeit der Eltern besuchen auch Kinder aus anderen Orten der näheren Umgebung die Kardinal-von-Galen-Schule.

 

Nachbarschulen im Stadtgebiet:

St. Martinus-Grundschule Bigge

Franziskus-Grundschule Bruchhausen

Sekundarschule Olsberg (seit 2012)

Berufskolleg Olsberg

Förderschule „Schule an der Ruhraue“

 

Ausgewählte weiterführende Schulen außerhalb Olsbergs:

Gymnasium Petrinum in Brilon, Gymnasium der Benediktiner in Meschede

Städt. Gymnasium Meschede, Gymnasium Winterberg-Medebach

Marien-Realschule Brilon, Walburga-Realschule Meschede

Sekundarschule Olsberg-Bestwig, Verbundschule Winterberg-Siedlinghausen

 

 

 

Offene Ganztagsschule und Betreuung von 8-13 Uhr

Träger Sozialwerk Sauerland (seit 2015)

Leiterin: Irina Grauer

 

  • Betreuung:

Beginn im Jahr 2000, z.Z. 33 Kinder, 4 Erzieherinnen,

Zwei große Klassenräume in der benachbarten Sekundarschule

 

  • Ganztagsschule:

Beginn im Jahr 2008, z.Z. 33 Kinder, 4 Erzieherinnen,

Speise- und Aufenthaltsraum mit Nebenraum und Küche

Gruppenraum mit kleinem Nebenraum (Werkzeuge)

Mittagessen: Fleischerei Neumann, Olsberg,

Zusätzlich nutzbare Räumlichkeiten: Aula (Versammlungs- und Sportraum), Schülerbibliothek, Klassenräume nach Absprache mit den Klassenlehrern

Weitere Lernorte: Schwimmbad AQUA, Ballspielhalle, Turnhalle der Sekundarschule

 

 

 

 

1.4 Organisation der Schule:

 

Stand 01.08.2016:

8 Klassen, 173 Schüler, 12 Lehrpersonen, 2 Sonderschullehrerinnen, Praktikantinnen

 

Schulleiter: seit 2003 Egon Specht

Stellv. Schulleiter: seit 2011 Dirk Sprinke

Lehrerkollegium:
Egon Specht Dirk Sprinke Gerhard Heß Steffi Gerke

Martina Heimann Lioba Henrichs Freya Horn Bärbel Schwermer-Funke

Annette Kaefer Christina Theine Margarete Thüer Eva Wallmeier

GL: Elke Karcher, Ruth Figge

 

z.Z. in Mutterschutz:

Julia Humpert

 

LAA: z.Z. keine Lehramtsanwärterin

 

Lehramtsanwärter und Praktikanten

Lehramtsanwärter/innen und Praktikanten/innen sind in unserer Schule immer gerne gesehen. Die Kollegen/innen arbeiten gerne mit jungen Leuten zusammen. Es wird allgemein als Bereicherung angesehen, sie zu betreuen und anzuleiten und sie dabei hinter die eigenen Kulissen schauen zu lassen. Außerdem hat das Kollegium dadurch die Chance, über Neuigkeiten aus der Grundschuldidaktik gut informiert zu werden.

 

Weitere Personen:

Vorsitzender der Schulpflegschaft: Raphael Sprink

 

Stellvertreterin: Angela Klauke

Hausmeister: Gerald Aufmhof

Raumpflege: Fa. Menke (neu seit Mai 2016)

Schulsekretärinnen: Christine Schmidt, Eva Düppe

 

Schulische Besonderheiten:

Gemeinsames Lernen: Elke Karcher, Ruth Figge

Offene Ganztagsschule und Betreuung: Kooperationspartner Sozialwerk Sauerland

 

 

Räumlichkeiten:

8 Klassenräume in Olsberg

 

Mehrzweckraum als Medienraum (Smartboard), u.a. für GL, ev. Religion, Versammlungen) mit Abstellraum für Karten und Musikgeräte

Aula (Versammlungen, Feiern, Theater, Schulchor, auch Gymnastikraum für Klasse 1)

Computerraum in Olsberg (neu ausgestattet seit 2010 mit einem Lehrer-Computer, 8 Arbeitsplätzen und einem Beamer, wird besonders im Förderunterricht genutzt)

Kleiner GL-Raum (Oase)

Schülerbibliothek (betreut von Eltern und AG-Kindern aus Klasse 4, Ausleihe montags und mittwochs in den Pausen)

Besprechungsraum

Rektorzimmer, Konrektorzimmer, Sekretariat, Lehrerzimmer, Kopierraum

 

Weitere Lernorte in Olsberg:

  • Spielschulhof mit 2 Klettergerüsten, Tischtennisplatten und Ruhezone
  • Pausenhalle mit Englisch-Fußballfeldern und Torwand
  • 50-m-Bahn, Weitsprunggrube, Wurfanlage, Lauf- bzw. Fahrbahnen
  • Schulfahrräder für die Verkehrserziehung auf dem Schulhof, besonders für das Radfahrsicherheitstraining im 2.Schuljahr vorhanden
  • Schulgarten: Garten-AG für Kinder des 4.Schuljahrs, Herbst und Frühjahr
  • Turnhalle der Sekundarschule (Fußball-AG der OGS)
  • Schwimmbad „Aqua-Olsberg“: Schwimmunterricht
  • Hochsauerlandstadion für die leichtathletischen Wettkämpfe (Bundesjugendspiele, Stadtsportfest)

 

 

1.5 Gemeinsames Lernen

 

Unter dem Leitgedanken „Integration statt Selektion“ werden seit 1982, zunächst als Schulversuch, Kinder mit Verhaltens- und Lernauffälligkeiten oder mit anderen Handicaps von einer Förderschullehrerin gefördert. Jedes Jahr überprüften Damen und Herren der unteren, der oberen und der obersten Schulaufsichtsbehörde unsere Arbeit und hielten sie für gut und richtig.

All diese vielen Ergebnisse aus Unterrichtsbesuchen, Berichten und Veröffentlichungen führten nach fast 12-jähriger Schulversuchszeit am 1.Dezember 1993 zur endgültigen Anerkennung unserer integrativen Arbeit und zur Umbenennung der Maßnahme in „Gemeinsamer Unterricht“, seit 2013 „Gemeinsames Lernen“.

Inzwischen haben wir ca. 200 Kinder mit den verschiedensten Behinderungen an unserer Schule fördern können.

Der tägliche Kontakt zwischen Förderschullehrerin und dem/der jeweiligen Klassenlehrer/in begünstigen die Arbeit im „Gemeinsamen Lernen“ enorm.

GL-Team: Elke Karcher, Ruth Figge

Aus dieser besonderen Situation ergeben sich für unsere Schule die naheliegenden Schwerpunkte der Arbeit am Schulprogramm:

  • Beratung in der Schule

  • Förderdiagnostik

  • Erstellen und Umsetzen von Förderplänen

Im Lehrerzimmer und in unserer Homepage kann eine Präsentation zum Gemeinsamen Lernen eingesehen werden.

 

 

1.6 Unterrichtsorganisation

 

Unterrichtsstunden

Eine Unterrichtsstunde dauert nach wie vor 45 Minuten. Da Fachunterricht in den meisten Klassen nicht auszuschließen ist, wollen wir nicht auf den Gong zwischen den Unterrichtsstunden verzichten.

Die Anzahl der Stunden für die Lernbereiche sind zwar in der Stundentafel vorgegeben, werden aber in unserer Schule durch fächerübergreifenden Unterricht oft nicht so streng wie beim Fachunterricht eingehalten.

 

Unterrichtszeiten

Um 8.00 Uhr werden die Kinder durch den Gong in die Klassen gerufen. Wenn die Klassenlehrerin im Klassenraum anwesend und das Licht eingeschaltet ist, können die Kinder auch schon früher herein kommen und mit ihrer Arbeit beginnen. In der Regel stellen sich alle Klassen vor der Pausenhalle auf und werden von der Aufsicht in die Klassen geschickt.

1. Stunde: 08.05 – 08.50 Uhr 2. Stunde: 08.50 – 09.35 Uhr

anschl. 20 min. Spielpause und 10 min. Frühstückspause

3. Stunde: 10.05 – 10.50 Uhr 4. Stunde: 10.50 – 11.35 Uhr

anschließend 10 min. kleine Pause

5. Stunde: 11.45 – 12.30 Uhr 6. Stunde: 12.30 – 13.15 Uhr

Nach der 4., 5. oder 6. Stunde achten die Klassenlehrer darauf, dass die Fahrschüler ihren Bus nicht verpassen.

 

Gemäßigtes Klassenlehrerprinzip

Wenn möglich – je nach Stundenverpflichtung des Klassenlehrers - wird in den Klassen 1 und 2 der Unterricht zum größten Teil nach dem Klassenlehrerprinzip erteilt, damit sich die Kinder an einer Bezugsperson orientieren können.

In den Klassen 3 und 4 sollen dann, auch im Hinblick auf die weiterführenden Schulen, möglichst einige Fachlehrer dazu kommen.

Eltern wünschen oft, dass der/die Klassenlehrer/in möglichst 4 Jahre konstant bleibt. Dies ist in der Regel auch so, kann aber natürlich nicht garantiert werden. Es kann sogar durchaus Vorteile haben, wenn die Klassenleitung innerhalb der vier Jahre einmal wechseln muss, z. B. aus organisatorischen Gründen. Die Kinder haben oft damit oft die wenigsten Probleme.

 

Arbeitsgemeinschaften

AGs werden eingerichtet, wenn es die Anzahl der zur Verfügung stehenden Lehrerstunden erlauben. Für die teilnehmenden Kinder des 4. Schuljahres ist dies zusätzlicher, freiwilliger Unterricht. Besonders wichtig für unsere Schule ist die Theater-AG.

Theaterspielen macht den Kindern besonderen Spaß und ist eine große Bereicherung für die Sprachförderung. Wenn eine Theater-AG eingerichtet werden konnte, gibt es im Frühjahr eine Vorführung für alle Kinder und interessierten Eltern.

Die Schulgarten-AG wird im Winter meist zu einer AG-Werken umfunktioniert, in der auch interessante Lernmaterialien aus Holz gefertigt werden.

Weitere AGs sind das Mitarbeiten in der Schüler-Bücherei (Ausleihen und Bücherrücknahme) und der Blumendienst.

Weitere Inhalte einer AG können Experimente, Töpfern oder Musik sein, je nach Stundenzahl oder den Kenntnissen der zur Verfügung stehenden Lehrpersonen.

Viele Kinder aus den Klassen 3 und 4 üben regelmäßig Lieder und treten bei besonderen Anlässen mit dem Schulchor auf.

Seit 2015 gibt es wieder – wie zuvor in Wiemeringhausen - eine Trommelgruppe. Mit einem Lehrer der Kreismusikschule wird 5-6 mal im Halbjahr geübt und innerhalb der Schule weiter trainiert. Auch die Trommelgruppe tritt zu bestimmten Anlässen auch außerhalb der Schule auf.

Auch sportliche Gruppen treten außerhalb der Schule auf, z. B. die Einradgruppe, gelegentlich auch Pyramidenturnen, Bodenturnen oder Seilspringen. Hier wird nur zeitnah geübt, wenn ein Auftritt bevor steht.

 

Vertretungsunterricht

Im Krankheitsfall kann es zu kleinen Stundenplanänderungen kommen. In jedem Fall werden die Eltern schriftlich oder durch die Telefonkette darüber informiert, damit die Kinder nicht vor verschlossener Tür warten müssen. Wenn Kinder wegen der Arbeitszeit der Eltern nicht früher nach Hause kommen können, nehmen sie so lange am Unterricht einer anderen Klasse teil oder machen in einem beaufsichtigten Raum Hausaufgaben.

Das Kollegium hat ein Vertretungskonzept mit Klassenlisten entwickelt, die im aktuellen Fall im Lehrerzimmer und in den Klassen jederzeit einsehbar sind.

 

Fächerübergreifender Unterricht

Die meisten Lehrpersonen an unserer Schule haben durch Fortbildungen gelernt, den fächerübergreifenden Unterricht, besonders in Deutsch und Sachunterricht, für das Erreichen der unterschiedlichsten Lernziele zu nutzen.

 

 

 

1.7 Räumlichkeiten und Lernorte

 

Unsere Schule erzielt ihre bildende und erzieherische Wirkung jedoch nicht allein durch den „normalen“ Unterricht im Klassenraum.

 

Schulgebäude

Die Kinder erfahren ihre Schule im Klassenraum, der oft teilweise als Lernwerkstatt strukturiert ist und selbständiges Erproben und Entdecken herausfordert.

Alle Klassenräume sind mit Eigentumsfächern, Sitz- oder Leseecken, Regalen für Lernmittel und Klassensätze usw. ausgestattet.

Besonders wichtig sind eine anregende Lernatmosphäre und eine für offenen Unterricht geeignete Sitzordnung. Eigentumsfächer helfen den Kindern Ordnung zu halten. Je nach Klassenstärke und Platz im Klassenraum ist auch eine Medien- bzw. Leseecke eingerichtet. Gute Arbeitsergebnisse der Kinder werden im Klassenraum oder im Flur ausgestellt und für andere Kinder sichtbar gemacht. Durch regelmäßiges Auswechseln der Werke wird auch eine Überfrachtung vermieden.

Die Kinder erfahren ihre Schule im ganzen Schulgebäude, das als Lernort mit einbezogen wird. Die Lese-Ecke im oberen Flur und die Puzzle-Ecke vor der Schülerbibliothek sowie die Arbeitsplätze auf den Fluren vor den Klassen bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten, allein oder in Gruppen, selbständig zu arbeiten und individuelle Lernfortschritte zu erzielen.

Die Kinder erfahren ihre Schule in den Fachräumen, die für spezielle Aktivitäten eingerichtet sind. Im Gymnastikraum kann Sportunterricht stattfinden oder es können andere Bewegungsangebote wahrgenommen werden. Der Medienraum wird auch zum Musikunterricht genutzt, ferner auch für Gruppenunterricht und Elternversammlungen. Der neu eingerichtete OGS-Gruppenraum dient auch als Bastelraum. Im kleinen Nebenraum stehen viele Werkzeuge zur Verfügung. Die Kinder können im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft handwerkliche Tätigkeiten kennen lernen oder auch mit dem Hausmeister zusammen kleine Reparaturarbeiten vornehmen.

 

Schulgarten

Die Kinder erfahren ihre Schule im Schulgarten, der in Art eines Bauerngartens mit Beeten, Wegen, Trockenmauern und Feuchtbiotopen erbaut ist. Hier bringen wir den interessierten Kindern den jahreszeitlichen Ablauf der Natur mit Pflanzen, Säen, Pflegearbeiten und Ernten nahe. Darüber hinaus werden manche Produkte mit Hilfe der Kinder verkauft oder auch in der schuleigenen Küche verarbeitet.

Im 1.Schulhalbjahr sorgt die Herbstgruppe für die Ernte und den Verkauf der Waren, schließlich wird der Garten winterfest gemacht. Die Frühjahrsgruppe macht den Garten bereit für die Aussaat und füllt die Wassertonnen auf.

 

Spiel-Schulhof

Die Kinder erfahren ihre Schule recht intensiv auf dem Schulhof, der von vielen auch nachmittags zum Spielen genutzt wird. Klettergerüst, Balancierbalken, Reckstangen, wetterfeste Tischtennisplatten, Torwand und aufgemalte Englisch-Fußball-Spiele sowie einige Hüpfspiele bieten viele Spiel- und Kommunikationsmöglichkeiten. Im Sommer 2016 wurde ein großes Seil-Klettergerüst auf der ehemaligen Fläche der Schulwiese aufgestellt. Einige Eltern hatten sich mehr Spielgeräte auf dem Schulhof gewünscht. Selbst bei Regenwetter können die Kinder in unserer großen Pausenhalle spielen. Im Sommer wird der Schulhof auch oft für das Trainieren der leichtathletischen Disziplinen genutzt. Sprint, Dauerlauf, Werfen und Weitsprung sind hier möglich, ohne einen weiten Weg zu einer Sportstätte gehen zu müssen.

Auch für die Verkehrserziehung steht ein schöner Straßenparcours mit vielen Kreuzungen und einem Kreisverkehr im Mittelpunkt zur Verfügung. Schließlich wird der Schulhof mit der wetterunabhängigen Pausenhalle auch des Öfteren für Klassenfeiern genutzt.

 

Außerschulische Lernorte

Aber auch außerhalb der Schule erhalten die Kinder Antworten auf ihre Fragen.

Das Aufsuchen außerschulischer Lernorte wie

Rathaus, Heimatmuseum, Gewerkenweg, Wasserwerk, Stadtbücherei, Wochenmarkt und Buchladen sowie Olsberg, Borberg, Eisenberg, Ruhraue sowie die Ruhr für Wasseruntersuchungen, die blühende Wiese in Frühling und Sommer, die Bäume und Sträucher im Wald und der Lehrbienenstand eignen sich für einen anschaulichen Unterricht.

Auch die Teilnahme an den Waldjugendspielen am Langen Berg und die Verkehrserziehung mit der Polizei in der Stadt sorgen für eine umfassende Ausbildung.

In diesem Zusammenhang ist auch der Schneetag im Winter zu nennen, wenn alle Klassen gleichzeitig an verschiedenen Stellen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden zum Schlitten fahren gehen.

 

 

2. Schwerpunkte unserer Unterrichtsarbeit

 

Wir haben unseren Unterricht nach dem ganzheitlichen Ansatz

KÖRPER-GEIST-SEELE ausgerichtet.

Körper: Bewegungsfreundliche Schule, Lebendige Verkehrserziehung

Geist: Lesefreudige Schule, MINT-Fächer

Seele: Musisch-ästhetische Erziehung, Gesundheitsfördernde Schule

 

 

2.1 Bewegungsfreundliche Schule


In unserer Schule findet der Sportunterricht in folgendem Umfang statt:

Zwei Einzelstunden Sport pro Woche in Klasse 1, dazu tägliche Bewegungspausen,

eine Doppelstunde Sport in den Klassen 2-4, dazu ebenfalls tägliche Bewegungspausen,

in Klasse 3 und 4 findet dazu alle 2 Wochen im Wechsel der Schwimmunterricht statt.

Auf dem bewegungsfreundlichen Schulhof mit Klettergerüst, Reckstangen, Lauf- und Fahrbahn sowie einer Weitsprunggrube können alle leichtathletischen sowie einige turnerische Übungen durchgeführt werden. Ansonsten steht uns die Ballspielhalle zu festgelegten Stunden (Belegungsplan mit anderen Schulen)zur Verfügung.

Im Gymnastikraum (Aula) können einzelne Sportstunden mit vielen kleinen Sportmaterialien stattfinden, vor allem für die Erstklässler.

Sportliche Auftritte von Gruppen finden regelmäßig zu bestimmten Anlässen in der Schule und auch außerhalb der Schule statt. So gibt es seit einigen Jahren eine Einrad-Gruppe, die bei ihren Auftritten immer viel Zuspruch bei den Zuschauern findet. Aber auch Turnen und Seilspringen gehört zu den bevorzugten Themen bei Auftritten.

Die Durchführung von Bewegungspausen zwischen den Unterrichtsstunden und kurzen „Flitzepausen“ auf dem Schulhof ist mittlerweile zur Normalität geworden.

Unsere Schule nimmt neben den Bundesjugendspielen – Leichtathletik im Sommer regelmäßig an zwei überschulischen Wettkämpfen teil. Das Stadtsportfest-Leichtathletik der Grundschulen in Olsberg, Winterberg und Hallenberggibt es seit 1981, den Schwimmwettkampf seit 1986. Dazu führen wir im Winter mit den Klassen 3-4 einen Vielseitigkeitswettkampf in der Turnhalle durch. Das 1.Schuljahr erlebt ein eigenes kleines Sportfest auf dem Schulhof.

Neben den „normalen“ Sportfesten organisieren wir in bestimmten Abständen auch Aktionstage wie den Bewegungstag (Challenge-Day), an dem alle Kinder eine bestimmte Zeit Sport treiben oder einen Verkehrssicherheitstag, bei dem die Kinder ihre Fertigkeiten mit ihren Fahrrädern zeigen können.

Regelmäßige Teilnahme am Sportabzeichenwettbewerb - An unserer Schule ist es seit vielen Jahren üblich, dass alle Kinder ab dem 2.Schuljahr jedes Jahr am Sportabzeichenwettbewerb teilnehmen. In den letzten Jahren konnten unsere Jungen und Mädchen des Öfteren vordere Plätze in ihren Gruppen erreichen. Die Fachkonferenz Sport hat 2014 beschlossen, auch mit den 6-7jährigen Kindern teilzunehmen.

Innerhalb der Kooperation mit dem Berufskolleg findet einmal im Jahr eine Abenteuer-Sportstunde in Klasse 3 unter Einbeziehung der Kletterwand in der dortigen Turnhalle statt.

Auch innerhalb der Gesundheitserziehung durch Klasse2000 werden die Kinder zur Bewegung ermutigt. Es wird mit einer CD gearbeitet, mit der kurze Bewegungspausen in den Unterricht eingebaut werden können.

 

 

2.2 Lebendige Verkehrserziehung

 

Die Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung ist ein Teil des Erziehungs- und Bildungsauftrags der Schule. Unser Ziel ist es, die Kinder für eine reflektierte und verantwortliche Teilnahme in der Verkehrswirklichkeit zu fördern. Dabei arbeiten wir auch mit der hiesigen Polizei zusammen. Durch vielfältige und regelmäßige kleine Bewegungseinheiten in den Pausen oder im Sportunterricht versuchen wir die allgemeine Mobilität der Kinder zu verbessern. Vor allem in den Bereichen Koordination, Beweglichkeit, Ausdauer und Orientierungsvermögen besteht auch in unserer Schule bei vielen Kindern Nachholbedarf.

Auf alle vier Teilbereiche achten wir gleichermaßen. Die Sicherheitserziehung soll zur Unfallvermeidung, die Gesundheitserziehung zur Ausbildung körperlicher Fähigkeiten, die Sozialerziehung zu partnerschaftlichem Handeln und die Umwelterziehung zu ökologisch vernünftigem Handeln beitragen.

Die Radfahrausbildung des 4. Schuljahres findet in Olsberg traditionell im Frühjahr statt. Zu den Einsatzorten gehören der Schulhof mit seinem Straßenparcours, der benachbarte Mühlhofweg und das Wohngebiet oberhalb der Kath. Kirche bis hin zum Briloner Tor und zur Bahnhofstraße. Dabei helfen neben der Polizei auch viele Eltern mit. Vorzugsweise an Kreuzungsbereichen eingesetzt geben sie den Kindern Tipps mit auf den oft anstrengenden Übungsweg.

Im 2. Schuljahr beginnt bei geeignetem Wetter das Sicherheitstraining auf unserem Schulhof. Diese Maßnahme wird in Olsberg durchgeführt mit den schuleigenen Fahrrädern und den selbst hergestellten Übungsmaterialien.

Auch im 1. und 3. Schuljahr werden regelmäßig interessante Themen zur Verkehrserziehung behandelt. Am Anfang bildet der sichere Schulweg einen besonderen Schwerpunkt. Themen wie das Verhalten an der Ampel und auf dem Schulweg oder „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ helfen unseren Kindern, den Schulweg zunehmend selbstständig und sicher zu bewältigen.

Spätestens nach den Herbstferien, in der dunklen Jahreszeit, werden alle Kinder verpflichtet, auf dem Schulweg eine Warnweste zu tragen. Dies gilt mindestens bis Ende Februar, darf aber auch gerne länger beibehalten werden.

Im September nimmt die ganze Schule regelmäßig an der Aktion „Zu Fuß zur Schule“ teil. Dies soll den Kindern verdeutlichen, dass ein Verzicht auf das Autofahren bzw. das Mama-Taxi nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit wichtig ist. Außerdem können sich die Kinder auf dem Schulweg vielfältig unterhalten und brauchen dies dann nicht mehr im Unterricht zu tun.

 

 

 

2.3 Lesefreudige Schule

 

Wir bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten, die Lesefreude zu wecken und Leseverständnis und Lesefähigkeit stetig zu verbessern.

„Lesen heißt auf Wolken liegen…“

Mit diesem Lied beginnt die Vorlesestunde einmal im Jahr, in der Lehrpersonen und Überraschungsgäste eine Stunde lang aus selbst ausgewählten Büchern vorlesen.

Beim Literaturcafe, das ca. alle 2 Jahre stattfindet, lesen Schüler/innen einem großen Publikum (Mitschüler, Eltern, Großeltern, Lehrpersonen) ihre selbst geschriebenen Geschichten vor. Wie bei einer professionellen Autorenlesung gibt es ein musikalisches Rahmenprogramm und in der Pause werden Kaffee und Kuchen angeboten.

Im Rahmen unserer Kooperationen mit anderen Institutionen besuchen die Schüler des zweiten Schuljahrs die Stadtbücherei (Freundeführung) und werden dabei in die Praxis der Ausleihe eingeführt. Im vierten Schuljahr machen die Schüler anhand einer Rallye einen Bücherei-Führerschein. Lesekisten, die vor allem zu sachkundlichen Themen zusammengestellt sind, können für den Unterricht ausgeliehen werden.

Die Schülerbibliothek unserer Schule verfügt über einen breit gefächerten Buchbestand und hat feste Ausleihzeiten (Zwei Tage in der Woche in der großen Pause). Das Ausleihteam besteht aus ehrenamtlichen Helfern (Konrektorin im Ruhestand, Eltern) und Kindern aus der 4.Klasse (AG-Bücherei). In jeder Klasse gibt es zusätzlich noch eine kleine Klassenbücherei. In manchen Klassen bringen Schüler anstatt Süßigkeiten ein Buch zu ihrem Geburtstag mit, um das Angebot zu vergrößern. Weitere Aktionen zur Leseförderung sind Lesenächte, der Einsatz von Lesemüttern / -vätern, die Teilnahme an den Aktionen „Leserabe“ und „Lesefloh“, der Besuch der vierten Klassen in der örtlichen Buchhandlung am „Tag des Buches“, sowie „Patenlesen“. Dabei lesen die Kinder des vierten Schuljahrs ihren Patenkindern aus Klasse 1 vor.

Unsere Schule besitzt eine Schullizenz für das Leseförderprogramm „Antolin“, dabei beantworten die Kinder Fragen zu gelesenen Büchern und sammeln Punkte. Zurzeit sind alle Kinder unserer Schule angemeldet. Die Kosten dafür hat der Förderverein übernommen.

 

 

2.4 MINT-Fächer

 

MINT bedeutet Mathematik, Naturwissenschaft, Informatik und Technik.

In Mathematik gibt es neben dem normalen Unterricht mit Beachtung des individuellen Lernfortschritts einige Möglichkeiten, dem Fach mehr Beachtung zu schenken. Alle Kinder sind beim Online-Mathematik-Übungsprogramm Mathepirat angemeldet. Dort haben sie die Möglichkeit, ihre aus dem Unterricht erhaltenen Kenntnisse zu erweitern bzw. zu festigen. Ferner können Kinder der Klassen 3 und 4 am Känguru-Wettbewerb teilnehmen, wobei unsere Schüler regelmäßig gute Ergebnisse erzielen.

Zur MINT-Thematik gehört auch der Sachunterricht mit den Bereichen Heimatkunde und Physik. So sorgen wir durch Unterrichtsgänge und Wanderungen dafür, dass die Kinder ihre Stadt und die nähere Umgebung sowie geschichtliche Besonderheiten kennen lernen. Ein Besuch der Ausstellung „Phänomenta“ in Lüdenscheid kann im Rahmen der Kooperation mit dem Berufskolleg Olsberg geplant und durchgeführt werden.

 

 

2.5 musisch-ästhetische Erziehung

 

Im Rahmen der musisch-ästhetischen Erziehung verfolgen wir durch verschiedene Aktivitäten die Ziele, Hemmungen zu überwinden sowie individuelle Fähigkeiten zu entwickeln.

 

Schulchor

Seit Jahrzehnten gibt es an unserer Schule für die Dritt- und Viertklässler das Angebot zur Teilnahme am Schulchor. Montags in der 6.Stunde werden Lieder, meist zu bevorstehenden Festen oder Auftritten, eingeübt. Wir ermöglichenden Chorkindern mindestens eine Teilnahme an einem größeren externen Projekt wie „Stimmakrobaten“ (Mitwirkung beim Rajaton-Konzert) oder Aufführungen der Kreismusikschule (z.B. Nussknacker-Konzert).

 

Trommel-Workshop

Am ehemaligen Teilstandort Wiemeringhausen wurde seit Jahren auf afrikanischen Djemben getrommelt, entweder mit den schuleigenen oder mit den selbst angeschafften Trommeln. Im Sommer 2015 entstand eine neue Gruppe unter der Leitung eines Lehrers der Kreismusikschule und zwei Kolleginnen.

 

 

JeKI-Projekt – seit 2015 JeKits -

Ein Pilotprojekt im ländlichen Raum, in Kooperation mit dem Land NRW

Beim Projekt JeKIts (Jedem Kind ein Instrument, Tanzen, Singen) sollen Grundschulkinder unabhängig von ihrer kulturellen und sozialen Herkunft die Möglichkeit erhalten, ein Musikinstrument zu erlernen. Dazu kooperieren die Grundschulen mit den ortsansässigen Musikschulen, das Land stellt Lehrerstellen zur Verfügung und zahlt die Musikinstrumente.

Die Kinder der Eingangsklasse erfahren über einen Zeitraum von 2 Jahr eine intensive musikalische Ausbildung. Durch die Kooperation von Musikschule und Grundschule erleben die Schüler eine Art Grundmusikalisierung durch den Umgang mit einem eigenen Instrument.

Die Kinder erhalten im Klassenverband einstündigen Musikunterricht mit der Zielsetzung einer Grundmusikalisierung durch eine Musikschulfachkraft, im 2.Schuljahr können sie dann auf freiwilliger Basis Instrumentalunterricht in den Fächern Gitarre, Akkordeon und Trompete erhalten, mit finanzieller Unterstützung des Landes. Für beide Klassen des Einschulungsjahrgangs 2013/14 wird in Olsberg wieder ein neuer Kurs beginnen, da wieder Mittel zur Verfügung stehen. Weil die Musikschullehrer und die Fachlehrer eng zusammenarbeiten, werden die eingeübten Musikstücke im Musikunterricht eingebunden und bei Schulfeiern präsentiert.

 

Ritualisierte Veranstaltungen

  • Frühlingssingen zum Frühlingsbeginn

  • Nikolausfeier mit Laternenzug zur Konzerthalle (Kirchenpatron von Olsberg)

  • Adventssingen im großen Flur (jeweils montags nach den Adventssonntagen)

  • Karnevalsfeier mit buntem Bühnenprogramm

  • Abschlussfeier vor den Sommerferien, Verabschiedung der Viertklässler

  • Theater-AG – Jährliche Aufführung, teils in Form eines Musicals

      

An diesen Veranstaltungen nehmen die Kinder als Klasse oder Gruppe teil.

Dabei sind folgende Ziele zu nennen:

  • Überwinden von Hemmungen

  • Entwickeln individueller Fähigkeiten

 

 

2.6 Gesundheitsfördernde Erziehung

 

In der Kardinal-von-Galen-Schule legen wir großen Wert auf die Gesundheitsförderung. Darum haben wir entschieden, am Programm Klasse2000 teilzunehmen, welches im ersten Schuljahr beginnt und durch alle vier Schuljahre läuft.

Klasse2000 ist ein bundesweites Programm zur Gesundheitsförderung in Grundschulen. Es basiert auf einem durchgängig von der 1. bis zur 4.Klasse durchgeführten Kurs. Das Programm wird von den Schulen über Spenden finanziert. In Olsberg hat der Lionsclub die Patenschaften übernommen.

Durch Klasse2000 wollen wir in unserer Schule die Entwicklung der Kinder zu einem gesunden Leben ohne Sucht und Gewalt fördern, indem die Fähigkeiten und Persönlichkeiten gefördert und weiterentwickelt werden. Die Einbindung und Information der Eltern ist dabei sehr wichtig, da die Gesundheitsförderung erfolgreicher ist, wenn Schule und Elternhaus zusammen arbeiten.

Wir machen mit, weil Klasse2000 ein Baustein ist, der inhaltlich zu unserem Leitbild passt, Kinder zu selbständigen und eigenverantwortlichen Menschen zu erziehen. Dabei achten wir insbesondere auf die Bereiche Sozialverhalten, Bewegung und Gesundheit – das Programm Klasse2000 unterstützt uns dabei mit ansprechenden Materialien und Aktivitäten.

Durch Klasse2000 wird die Sachkompetenz in den Bereichen Körper und Gesundheit gestärkt. Die Kinder lernen die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung. Durch eine positive Einstellung zur Gesundheit und durch Freude an einem aktiven bewegungsreichen Leben entwickeln die Kinder persönliche und soziale Kompetenzen.

Das pädagogische Konzept wird von den Lehrpersonen unserer Schule und von den Klasse2000-Gesundheitsförderern gestaltet, in jedem Jahrgang gibt es 9 bis 13 Stunden Unterricht.

 

Das Berufskolleg Olsberg ist ein Kooperationspartner unserer Schule. In Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen der Hauswirtschaftsklassen BFK wird in jedem Schuljahr das „Gesundes Frühstück“ für die Erstklässler und „Gesunde Ernährung“ für die Drittklässler durchgeführt. Hier werden den Kindern im praktischen Umgang sehr anschaulich die Grundlagen der gesunden Ernährung verdeutlicht. Für uns ist dies ein weiterer, wichtiger Schritt hin zum gesunden Kind.

Im Teilstandort wurden in den letzten Jahren häufig die Projekte „Kids-Power“ und „Starke Mädchen-Starke Jungs“ durchgeführt.

 

 

 

 

3. Pädagogische Grundorientierung

 

In der Eingangshalle unserer Schule hängt das Mosaikbild „Sturm auf dem Meer“ des verstorbenen Olsberger Künstlers Ernst Suberg.

Wer möchte, kann das Bild so interpretieren, dass es zum Leben und Lernen in der Schule passt. Wir steigen ins Boot und vertrauen auf den Steuermann, der uns sicher ans Ziel unserer Reise geleiten soll. Es vermittelt aber auch die Gewissheit, dass die Menschen und in diesem Falle die Schulkinder die Stürme der Zeit durch Geborgenheit und Vertrauen meistern können.

Unser Schiff, die Kardinal-von-Galen-Schule mit seiner gesamten Besatzung will dabei helfen, dass alle Kinder geborgen und sicher ihre Ziele erreichen. Das gelingt durch das Zusammenspiel von Elternhaus und Schule und mit den Menschen, die sich um das Wohl der Kinder mühen.

Die Stadt Olsberg als Schulträger sorgt stets dafür, dass unser Boot in Ordnung ist. Die Kirchengemeinden helfen mit, den Kompass des Lebens stets richtig einzunorden. Die Vereine und andere Gruppierungen in der Gemeinde achten darauf, dass es allen Kindern wohl ergeht.

In der heutigen Zeit geht es beim Bildungsauftrag der Schule nicht mehr nur darum, den Schülern den Lernstoff nahe zu bringen, sondern auch immer mehr erzieherische Funktionen zu übernehmen. Deshalb ist eine Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus unumgänglich. Wir wollen darauf achten, dass die Eltern unserer Schulkinder ihren Erziehungsauftrag nicht nur selbstbewusst, sondern vor allem gemeinsam mit der Schule wahrnehmen.

Mit Gottes Segen blicken wir vertrauensvoll in die Zukunft und hoffen, dass unsere Schule auch weiterhin für alle Kinder aus vielen Nationen und Religionen Geborgenheit schenkt, Wärme spendet und ein gründliches Fundament an Wissen und Können vermittelt.

 

 

3.1 Bekenntnisschule

 

Unsere katholische Grundschule als Regelschule hat neben dem Lehrauftrag auch einen erzieherischen Auftrag. Wir wollen die Kinder auf der Grundlage des christlichen Glaubens zu selbstständigen und eigenverantwortlichen jungen Menschen erziehen, gerade in einer Zeit, in der in machen Elternhäusern keine Zeit mehr für oder kein Bedarf mehr an einer Vermittlung von allgemein gültigen Wertvorstellungen herrscht.

Dazu gehört zuerst der Respekt vor der personalen Würde des Mitmenschen. Um die Eigenart des Anderen als gleichwertig ansehen zu können, müssen Vorurteile abgebaut werden. Jeder hat die Verpflichtung, sich für den Schwächeren einzusetzen. Alle Beteiligten pflegen Rücksichtnahme, Geduld und Höflichkeit im Umgang miteinander und entwickeln die Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstbeherrschung und Selbstkritik.

Wir stehen in engem Kontakt zu den folgenden Kirchengemeinden: St. Nikolaus Gemeinde Olsberg und Evangelische Auferstehungskirchengemeinde Olsberg-Bestwig. Wir versuchen stets in Zusammenarbeit mit den Eltern und Vertretern beider christlichen Konfessionen dem Bildungs- und Erziehungsauftrag einer Bekenntnisschule gerecht zu werden: die Kinder nach den Grundwerten des Christentums zu erziehen, das Schulleben in enger Bindung an das Leben der Gemeinde und den Ablauf des Kirchenjahres zu gestalten und die Kinder im sozialen Kontext zu selbstbewussten und leistungsbereiten jungen Menschen zu bilden.

In der Schuleingangsphase führen wir in der Regel ökumenischen Religionsunterricht durch. Ab Klasse 3 findet der Unterricht konfessionsgebunden statt (kath. Kinder – Kommunion).

 

 

3.2 Zusammenarbeit im Kollegium

 

Durch die Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums haben wir in unserer Schule ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander entwickelt, dies stärkt und entlastet die Kollegen/innen in ihrer täglichen Arbeit.

 

Möglichkeiten der Zusammenarbeit in unserem Kollegium sind

  • der Austausch von Material zu den verschiedenen Fachbereichen und Themen insbesondere zwischen erfahrenen und jungen Kollegen/innen. Davon können beide Seiten profitieren.

  • die Gespräche und Beratungen bei Schwierigkeiten, wonach oftmals gemeinsame Lösungen gefunden oder verschiedene Lösungswege aufgezeigt werden können. Außerdem steht die einzelne betroffene Lehrperson mit ihren Problemen nicht allein da, sondern sie fühlt sich verstanden und ihr kann geholfen werden.

  • die gemeinsame Arbeit an klassenübergreifenden Problemen

 

Die Zusammenarbeit zwischen den Kollegen/innen in den Parallelklassen führt zu einem ständigen Dialog, besonders über Unterrichtsinhalte, geplante Vorhaben und Einzelfallbesprechungen. Die wöchentlichen Teambesprechungen tragen zu mehr Transparenz innerhalb eines Jahrgangs bei. Die Parallelkollegen/innen sprechen über die Unterrichtsplanung der nächsten Woche in den Kernfächern, tragen Material zusammen und konzipieren gemeinsam für beide Klassen den Unterricht. Lernzielkontrollen oder Klassenarbeiten werden vorbereitet und die Benotung festgelegt. Auch werden Elternabende gemeinsam besprochen und geplant. So ist die Arbeit für alle positiv, motivierend und die Entlastung für die einzelne Lehrperson erheblich.

Zudem werden auftretende Schwierigkeiten gemeinsam gelöst. Im Krankheitsfall kennt die Lehrperson auch die Kinder und die Verhältnisse in der Parallelklasse, die aktuellen Lerninhalte sind bekannt und Aufgaben bzw. Arbeitsblätter stehen zur Verfügung.

Außerdem können innerhalb des Jahrgangsteams neue Unterrichtsbausteine und

-konzepte entwickelt, erprobt und ausgewertet werden. Die Resultate werden anschließend dem Kollegium mitgeteilt und als nachahmenswert empfohlen oder nicht.

 

 

3.3  Zusammenarbeit mit den Eltern

 

Die gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig, damit für die Kinder ein verlässlicher Orientierungsrahmen entsteht, der im Elternhaus wie auch in der Schule Gültigkeit besitzt. Die Effektivität dieser Erziehungsarbeit zeigt sich täglich im Verhalten der Kinder und ist daher leicht evaluierbar.

In pädagogischer Hinsicht stehen unsere Türen für Fragen, Anmerkungen oder Bedürfnisse der Eltern immer offen. So schaffen wir es, in der Regel ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. An unserer Schule beziehen die Lehrpersonen so oft wie möglich und wenn es notwendig erscheint die Eltern mit in die Schularbeit ein:

Bei Wandertagen und Jugendherbergsaufenthalten, beim Basteln in der Klasse, beim Backen und Kochen mit der Klasse, bei Renovierungsarbeiten auf dem Schulhof, als Schiedsrichter bei Sportfesten und natürlich bei der Organisation und Durchführung von Schulfesten. Viele Eltern helfen auch gerne als Lesemütter oder Leseväter. Auch Großeltern sind gern in der Schule gesehen, nicht nur als Zuschauer, sondern auch durchaus als Zeitzeugen o.ä. Die Verantwortung für die Durchführung des Unterrichts und die Lernmethoden liegt natürlich weiterhin bei den Lehrpersonen.

 

 

3.4 Schulordnung und Klassenregeln

 

Die Schulordnung und die in den einzelnen Klassen mit den Schülern erarbeiteten Klassenregeln sind für alle verbindlich, das heißt, alle Vereinbarungen müssen eingehalten werden.

Verstößen gegen die Schulordnung und die Klassenregeln wird konsequent mit angemessenen Maßnahmen begegnet. Dabei gelten insbesondere die Ordnungsmaßnahmen aus dem Schulgesetz (§ 53 Erzieherische Einwirkungen, Ordnungsmaßnahmen). Diese Maßnahmen reichen vom persönlichen Gespräch über das Gespräch in der Klasse und/oder mit den Eltern, zusätzlichen Aufgaben, Ausschluss von gemeinsamen Aktivitäten bis zum Ausschluss vom Unterricht durch die Klassenkonferenz oder adhoc durch den Schulleiter.

Seit einigen Jahren gibt es bei Lehrerkonferenzen einen ständigen Tagesordnungspunkt: „Verhaltensauffälligkeiten“. Hier werden bei Bedarf aufgetretene Probleme im gesamten Kollegium erörtert, um erzieherischen Maßnahmen eine breitere Basis zu geben. Bei Kindern mit massiven Lern- und Verhaltensauffälligkeiten wird oftmals die Beratung der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Ambulanzen in Meschede und Marsberg. Beratungsstelle der Caritas) hinzugezogen. Außerdem steht das Jugendamt, hier besonders die Tagesgruppe für bedrohte Kinder und Jugendliche, zur Verfügung.

Alle Lehrpersonen, Schüler und Eltern helfen mit, dass die Schulordnung und die Klassenregeln eingehalten werden.

Klassenrat: Regeln müssen einsichtig sein, deshalb werden sie in allen Klassen immer wieder besprochen. Im Klassenrat, der in regelmäßigen Abständen in den Klassen stattfindet, diskutieren die Kinder aufgetretene Probleme des sozialen Miteinanders und haben Gelegenheit, ihre Wünsche und Vorschläge einzubringen. Grundsätzlich gilt: Streit und Probleme können oft im gemeinschaftlichen Gespräch gelöst werden.

Wir üben mit den Kindern ein:

  • Sachliches Vortragen eigener Anliegen

  • Anderen zuhören und sie aussprechen lassen

  • Eigene Gefühle ohne Angst aussprechen

  • Selbst Lösungen für Probleme suchen

  • Gegenseitige Toleranz gegenüber allen anderen Menschen

Auch die Trainingsspiralen zum Kommunikationstraining sind eine wichtige Voraussetzung für ein gelungenes soziales Miteinander.

 

 

3.5 Werteerziehung

 

An unserer Schule haben wir Erziehungsziele festgelegt, nach denen wir unsere pädagogische Arbeit ausrichten und die die Grundlage unserer Schulordnung darstellen:

 

  • Erziehung zu Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen

  • Höflichkeit

  • Hilfsbereitschaft

  • Rücksichtnahme

  • Harmonisches Miteinander

 

Über allem steht, dass sich jeder an unserer Schule wohlfühlen soll. Dies kann nur gelingen, wenn alle mithelfen ihren Teil dazu beizutragen.

Die aufgeführten Werte werden unseren Schülerinnen und Schülern im täglichen Miteinander sowie durch die Thematisierung in unterschiedlichen Fächern vermittelt. Dadurch soll ihnen ein sinnvolles Lernen und Leben ermöglicht werden.

 

 

 

3.6 Systemische Unterrichtsentwicklung

 

An unserer Schule werden regelmäßig Trainingsspiralen durchgeführt. Dadurch sollen die Kompetenzen der Schüler für das eigenverantwortliche Lernen und Arbeiten angebahnt bzw. gestärkt werden.

Methodentraining

Beim Methodentraining geht es um das Einüben elementarer Lern- und Arbeitstechniken. Beispiele dafür sind: Handwerkliche Grundtechniken, Ordnung halten, Effizientes Lesen, Visualisieren, Markieren und Strukturieren.

Kommunikationstraining

Gute Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung für ein gelungenes soziales Miteinander. Die Schüler üben und entwickeln in regelmäßigen Abständen ihre Gesprächsfähigkeit durch das Formulieren von Fragen, aktives Zuhören, Vortragen sowie Diskutieren.

Teamentwicklung

Hier geht es um die Entwicklung einer Kooperationskompetenz. Elementare Kooperationstechniken sind: Soziale Akzeptanz, lösen von Konflikten, Rollenverteilung sowie Übernahme von Verantwortung.

 

 

3.7 Offener Unterricht

 

Die Selbstständigkeit und die Eigenverantwortlichkeit der Schüler müssen/sollen von Anfang an gefördert werden. Die Heterogenität der einzelnen Kinder erfordert es, den Unterricht zu öffnen und Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Tages- und Wochenplan, Lernen an Stationen, Projektunterricht, Werkstattunterricht zu praktizieren. Diese offenen Unterrichtsformen ermöglichen eine individuelle Förderung der Kinder, da jeder an seinem Arbeitsschwerpunkt arbeiten kann und es so im Idealfall weder zu einer Über- noch zu einer Unterforderung kommt.

In unserer Schule werden die offenen Unterrichtsformen in Abhängigkeit von thematischen Schwerpunkten, Klassenzusammensetzung, aber auch Lehrerpersönlichkeit mit unterschiedlicher Gewichtung genutzt. Besonders im Rechtschreibunterricht und im Mathematikunterricht (hier befinden wir uns zurzeit noch in einer Erprobungsphase) besteht die einhellige Meinung, dass die vorhandenen Lernprogramme (Rechtschreibwerkstatt, Matinko) ohne eine Öffnung des Unterrichts nicht zu realisieren sind. Die Schüler können Arbeits- und Übungsmaterialien, die ihrem jeweiligen Lernstand entsprechen auswählen. Aber auch in den anderen Fächern kann es zu einer Öffnung des Unterrichts kommen. So werden die Möglichkeiten des fächerübergreifenden Unterrichts genutzt, es kann auch jahrgangsübergreifend unterrichtet werden.

 

 

3.8  Neue Medien

 

 

3.8.1 Konzept zur Medienerziehung

 

Die Schülerinnen und Schüler müssen angemessen in Methoden der Kommunikation und der Informationsbeschaffung eingeführt werden. Wenn sie mit einem grundlegenden Wissen über die neuen Techniken ausgestattet sind, werden sie an diesem Wandel teilnehmen und ihn aktiv gestalten können. Sie müssen in die Lage versetzt werden, sich selbstständig Informationen mit Hilfe der Computer und der Verbindung in das Internet zu beschaffen.

Die Schule steht nicht nur vor der Aufgabe, eine solide Allgemeinbildung zu vermitteln. Vielmehr sind die Lehrerinnen und Lehrer zunehmend auch gefordert, die personale und soziale Kompetenz ihrer Schüler zu entwickeln.

Wie kann man aus der Menge der Informationen, die das Internet bietet, die für sich wichtigen Dinge herausfiltern? Das geht nur, wenn ein kritischer und bewusster Umgang mit den Medien geschieht.

Ein wesentlicher Punkt ist der des Computer Based Trainings. Schülerinnen und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, die Chancen zu nutzen, die gute Lernprogramme bieten. Schülerinnen und Schüler verbinden Computer häufig mit ”wir spielen am Computer”. Das hat nur dann positiven Wert, wenn es gelingt, die sich daraus ergebende hohe Motivation dahin zu führen, dass durch eine Auswahl guter Programme Lerneffekte im Sinne des Lehrplans erzielt werden können.

 

Die Medienkompetenz teilt sich für uns somit in die drei Teilkompetenzen Nutzungskompetenz, Kritische Kompetenz und Soziale Kompetenz auf. (Gesamtkonzept siehe Anhang).

 

 

3.8.2 Homepage unserer Schule

 

Wir sind eine moderne Schule, neuen Technologien gegenüber immer aufgeschlossen. Unsere stets aktuelle Homepage ist ein guter Beweis dafür. Hier können sich Eltern, Kinder und Kollegen/innen sehr genau über unsere Schule informieren. Berichte aus dem Schulleben, mit vielen Fotosammlung und Berichten.

 

 

 

 

 

 

4. Schulanfang

 

Schulanmeldung

Mit der Schulanmeldung Mitte November haben die neuen Schulkinder in der Regel zum ersten Mal Kontakt mit der Grundschule. Dabei wird von erfahrenen Lehrpersonen geprüft, in wieweit die Kinder die deutsche Sprache beherrschen. Sind noch sprachliche Defizite zu erkennen, die eine erfolgreiche Mitarbeit im 1.Schuljahr erschweren würden, besucht das Kind bis zu den Sommerferien einen Sprachkurs im Kindergarten.

 

Schnuppernachmittag

Ende Februar / Anfang März findet der Schnuppernachmittag statt. Hier erhalten die Eltern von der Schulleitung wichtige Informationen über unsere Schule. Aber auch alle Lehrpersonen sind im Einsatz. Sie spielen eine Stunde lang Schule mit den Kindern. Dabei entstehen gute Gelegenheiten, die Kinder hinsichtlich Motorik, Sprachverhalten und Sozialverhalten genauer zu beobachten. Deshalb übernehmen immer 2 Lehrpersonen gemeinsam eine Gruppe mit 6-10 Kindern.

 

Elternabend vor den Sommerferien

Beim Elternabend kurz vor den Sommerferien wird den Eltern die Aufteilung der Klassen bekannt gegeben. Hierbei kommt es uns besonders darauf an, dass die Nachbarskinder aus den verschiedenen Wohngebieten in die gleiche Klasse gehen. Nur besonders begründete Ausnahmen sind evtl. möglich. Außerdem erhalten die Eltern eine Materialliste und eine Einladung zur Einschulungsfeier. Auch die neuen Klassenlehrer/innen sollen dann möglichst schon feststehen und vorgestellt werden.

 

Einschulungsfeier

Die Schulanfänger werden aus gutem Grund erst am 2. Schultag eingeschult. Dadurch ist garantiert, dass die Paten aus dem 4.Schuljahr ihren Auftritt bei der Einschulungsfeier noch einmal üben können. Diese findet aus Platzgründen jeweils in der Aula der Hauptschule statt. Vorher beginnt die Schulzeit der neuen Schulkinder mit einem kleinen ökumenischen Gottesdienst.

 

Arbeitskreis Grundschule / Kindergarten

Mindestens einmal im Jahr treffen sich Schulleitung bzw. Lehrpersonen und Erzieherinnen aus den zuständigen Kindergärten, um sich gegenseitig zu informieren und über wichtige Eckpunkte ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit zu sprechen.

 

Ermittlung der Lernausgangslage

Wir sind an möglichst vielen umfassenden Informationen über das Verhalten und den Lernstand eines jeden einzelnen Kindes interessiert. Von daher besteht der Wunsch der Grundschule an die Kindergärten, die über eine mehrjährige Bewertungsgrundlage verfügen, die betreffenden Erkenntnisse und Einschätzungen auch mitgeteilt zu bekommen. Dabei werden Förderaspekte wie Stärken, Schwächen, besondere Bedürfnisse, besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten, Lernvoraussetzungen sowie die individuelle Lernausgangslage des einzelnen Kindes unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Datenschutzes beraten und festgehalten. Da es hier um die Weitergabe von geschützten Informationen aus dem Bereich des Persönlichkeitsrechts geht, müssen auch eventuelle Verweigerungen gegen eine Mitteilung akzeptiert werden.

Aus den Dokumentationen der Kindergärten in Form eines Schulfähigkeitsprofils oder als Beobachtungsbogen nach dem „Leuwener Modell“, den Daten der förderdiagnostischen Überprüfung bei der Schulanmeldung und beim Schnuppernachmittag sowie aus den Ergebnissen der schulischen Beobachtungen bis zu den Herbstferien wird für jedes Kind ein Schuleingangsprofil erstellt.

 

Softphase in Klasse 1

Um diese individuelle Lernausgangslage gewissenhaft und optimal in kleinen Gruppen feststellen zu können, ist es notwendig, mit einem sogenannten Softstart zu beginnen. Dabei werden die 1.Klassen in den ersten 6 Wochen bzw. bis zu den Herbstferien in 2 Gruppen geteilt. Die eine Gruppe hat von der 1. bis zur 3.Stunde Schule, die andere Gruppe von der 2. bis zur 4.Stunde. Außerdem müssen die Kinder nicht schon täglich 4 Unterrichtsstunden durchhalten. Ein gemeinsames Lernen erfolgt zunächst nur in den Kernfächern in einem Mittelblock. Fachunterricht findet soweit möglich noch nicht statt.

 

 

5. Schulleben

 

Im Laufe eines Schuljahres gibt es an der Kardinal-von-Galen-Schule viele Aktivitäten und Gelegenheiten, die Schule als große Gemeinschaft zu empfinden, sei es im Unterricht, bei verschiedenen Feiern oder anderen Begebenheiten des Schullebens.

 

5.1 Feste und Feiern

 

Martinstag

Der Martinszug mit anschließender Feier in Assinghausen und in Wiemeringhausen gehört für den Teilstandort zu den jährlich wiederkehrenden Aufgaben. Die Aufführung des Martinsspiels wird jeweils von der 3.Klasse übernommen.

 

Adventsfeiern

Die Adventsfeiern auf dem großen Flur finden immer montags morgens nach den Adventssonntagen statt. Am 1.Advent ist das 1.Schuljahr für die Gestaltung zuständig, am 2. Advent das 2.Schuljahr, am 3.Advent das 3.Schuljahr, am 4. Advent bzw. zur Jahresabschlussfeier das 4. Schuljahr.

 

Nikolausfeier

Der Nikolauszug in Olsberg und die Gestaltung der anschließenden Nikolausfeier in der Konzerthalle gehört für unsere Grundschule zu den jährlich wiederkehrenden Aufgaben im Schuljahr in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Nikolaus und der Kolpingfamilie.

 

Schulgottesdienst

Einmal im Monat findet sowohl für die katholischen als auch für die evangelischen Kinder ein Schulgottesdienst statt. Zu Beginn und zum Ende des Schuljahres gibt es jeweils einen ökumenischen Wortgottesdienst, abwechselnd in der katholischen oder evangelischen Kirche.

 

Sportfeste

Neben dem Schulsportfest im Sommer für die Klassen 2-4 (Bundesjugendspiele Leichtathletik mit interessanten Klassenstaffeln) veranstalten wir im Winter einen Vielseitigkeitswettkampf für die Klassen 3-4. Dabei stehen das Mitmachen und der Breitensportgedanke jeweils im Vordergrund. Zusätzlich nehmen die besten Schüler an den Vergleichswettkämpfen mit den anderen Grundschulen der Städte Olsberg und Winterberg (Schwimmwettkampf und Stadtsportfest- Leichtathletik) teil.
Auch bei Angeboten des Kreissportbundes, wie z.B. Street-Soccer-Turnier, nehmen wir mit einzelnen Gruppen / Klassen regelmäßig teil.

 

Schulfeste

Es ist bereits seit vielen Jahren Tradition an unserer Schule, dass alle vier Jahre ein Schulfest gefeiert wird, so dass jedes Schulkind während seiner Grundschulzeit mindestens ein Schulfest miterleben kann. Auch ein Jubiläum kann der Grund für ein Schulfest sein. Das Schulfest steht immer unter einem bestimmten Motto.

Hier bietet sich für Kinder, Eltern und Kollegium eine willkommene Gelegenheit, sich in besonderer Weise als Gemeinschaft zu erleben. Alle Helfer und Mitwirkenden werden schon mehr als ein halbes Jahr vor dem Fest, um die Planung zu beginnen. Die Kinder erarbeiten meist in Projektarbeit in ihren Klassen einen Auftritt beim Festakt. In Arbeitsgruppen kann jeder seine individuellen Fähigkeiten, Kreativität und handwerkliches Geschick zur Vorbereitung des Schulfestes einsetzen.

Auflistung der Schulfeste siehe Anlage

 

Karnevalsfeier

An Lütkefastnacht kommen die Kinder und Lehrpersonen verkleidet zur Schule. Bei lustigen Spielen und Vorführungen feiern wir gemeinsam den Karneval. Einzelne Gruppen oder ganze Klassen treten innerhalb eines interessanten Programms auf. Die besten Programmpunkte werden in einer weiteren Veranstaltung noch einmal gezeigt. Dazu werden die Kindergärten und interessierte Eltern eingeladen. Der Rosenmontag wird oft als beweglicher Ferientag beschlossen, ansonsten findet der Unterricht in der Regel weitgehend nach Stundenplan statt.

 

 

5.2 Schüler- und Klassenbibliothek

 

In jedem Klassenraum gibt es jahrgangsentsprechende Bücher, welche die Kinder ausleihen können. In einigen Klassen ist es üblich, dass die Geburtstagskinder anstelle von Süßigkeiten der Klasse ein Buch für die Klassenbücherei schenken.

Größere Möglichkeiten eröffnet die Schüler-Bibliothek mit großen Regalen voller interessanter Bücher. Hier können sich alle Kinder nicht nur interessante Kinderbücher, sondern auch einige Nachschlagewerke ausleihen. Die Bücher der Präsenzbücherei dürfen jedoch nur in der Schule genutzt werden.

Eine Arbeitsgemeinschaft-Bücherei mit Kindern des 4. Schuljahres und engagierten Eltern sorgt mit festgelegten Zeiten für einen reibungslosen Ablauf der Bücher-Ausleihe. Diese wird mit dem Bücherei-Verwaltungsprogramm „BISaM“ organisiert, mit Hilfe eines Laser-Scanners. Ähnlich wie in einer richtigen Bücherei erhalten die Kinder einen Leseausweis.

 

 

5.3 Klassenraumgestaltung

 

In den Klassenräumen setzen wir bei den Klassenlehrern/innen die Schaffung einer angenehmen und lernförderlichen Atmosphäre voraus. Alle Kinder sollen sich dort wohlfühlen können. Die Sitzordnung sollte flexibel organisiert sein und offenen Unterricht jederzeit ermöglichen.

Auch auf den Fluren vor den Klassen kann in kleinen Gruppen gearbeitet werden. Dabei sind jedoch die Brandschutzvorschriften zu beachten, d.h. die Rettungswege sind ausreichend freizuhalten.

In allen Klassen gibt es Dienste, das sind bestimmte Aufgaben wie Ordnungsdienst, Tafeldienst, Mülldienst, Botendienst, Energiewächter, Blumendienst oder Flur- und Garderobendienst.

In den Schaukästen (Vitrinen) werden die Ergebnisse von Bastelarbeiten ausgestellt. Für die Vitrine im Eingangsflur sind Betreuung und OGS verantwortlich, für die Vitrine im großen Flur die Grundschule.

 

 

5.4  Durch das Schuljahr - Die Jahreszeiten

 

Im Herbst wird im Schulgarten geerntet und die Früchte werden an interessierte Eltern oder Lehrpersonen verkauft. Diese Jahreszeit lädt auch zu Klassen-Wanderungen ein. Dabei sollen die Kinder nach Möglichkeit die Umgebung ihrer Heimatstadt Olsberg besser kennen lernen. Die Kinder des 4. Schuljahres nehmen an den Waldjugendspielen teil.

Nach dem Ende der Sommerzeit begleiten uns Lichtgestalten durch die dunkle Jahreszeit: St. Martin, die Hl. Elisabeth, der Hl. Nikolaus und die Hl. Lucia. Bei kleinen Adventsfeiern im großen Flur werden alle auf das nahe Weihnachtsfest eingestimmt. Auch die Krippe bereitet auf das Weihnachtsfest vor.

Im Winter bauen die Kinder Schneemänner oder –berge auf dem Schulhof. Bei ausreichender Schneelage wird ein Schneetag festgelegt. Alle Kinder gehen mit ihren Klassen in verschiedenen Bereichen der Stadt zum Schlitten fahren.

Der Frühling wird mit entsprechenden Dekorationen und durch gemeinsames Singen begrüßt. Nun wird auch die Arbeit im Schulgarten wieder aufgenommen.

Der Sommer lädt alle Klassen zum Wandern und Spielen im Freien ein. Auch der Unterricht wird manchmal auf den Schulhof oder die nähere Umgebung verlagert. Bei entsprechenden Temperaturen kann der Sportunterricht auch im Schwimmbad stattfinden.

 

 

5.5 Klassenfahrten und Wanderungen

 

Nach den „Wanderrichtlinien“ des Ministeriums sind Schulwanderungen und Schulfahrten Bestandteile der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schulen. Wir halten es für sehr wichtig, dass die Ziele meist in der näheren Umgebung liegen, damit die Kinder ihre Heimat besser kennen lernen. Auch aus Rücksicht auf das Alter der Kinder und die finanziellen Mittel der Eltern sollten solche Unternehmungen nicht zu weit entfernt sein.

Bei Jugendherbergsaufenthalten bieten sich uns vor allem die Häuser in Brilon, Neuastenberg, Rüthen und Wewelsburg an, evtl. auch noch Arnsberg, Schmallenberg oder Burg Hessenstein beim Edersee.

Abschlussfahrten im 4. Schuljahr werden unter heimatkundlichen Aspekten meist ins Münsterland (Grab des Namenspatrons in Dom zu Münster), nach Paderborn (Dom, Paderquelle) oder ins Weserbergland (Hermannsdenkmal, Freilichtmuseum Detmold) angetreten.

 

 

5.6 Gemeinsamer Schulausflug

 

Alle 4 Jahre zwischen den Schulfesten findet ein gemeinsamer Schulausflug mit allen Kindern und Lehrpersonen statt. Dies ist auch ein Zeichen für den besonderen Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinde. Dabei ist uns wichtig, dass die Kinder durch die Teilnahme an einem pädagogischen Lernprogramm Kompetenzen zu den Bereichen Natur und Leben, bzw. Technik und Arbeitswelt erhalten. Um kleinere Gruppen zu erhalten und eine entsprechende Aufsicht garantieren zu können, begleiten uns auch immer einige Eltern.

(Auflistung siehe Anhang)

 

 

5.7 Theaterbesuche

 

Bei entsprechend interessanten Angeboten werden auch gerne die Aufführungen der Freilichttheater Hallenberg und Herdringen besucht. Ebenso besuchen wir mit unseren Kindern oder einzelnen Jahrgängen die Theateraufführungen der benachbarten Grundschule Bigge. So versuchen wir neben der Wissensvermittlung die Kinder auch an das kulturelle Leben heranzuführen.

Auch in Olsberg stehen Theaterbesuche auf dem Programm, wenn ein Theaterspieler zu Gast ist, wie mehrfach in den letzten Jahren Stephan Teuber mit seinem Fantasia Theater. Dabei wird uns meist das „Alte Kino“ an der Ruhrstraße von seinen Besitzern zur Verfügung gestellt

Diese Zielsetzung wird zum Teil finanziell unterstützt durch den Kulturring der Stadt Olsberg oder vom Förderverein.

 

 

6. Kooperationen

 

6.1 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

 

 

Zusammenarbeit Grundschule / Berufskolleg

Seit 2007 gibt es die Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg Olsberg. Dies ist zurzeit noch einzigartig im Hochsauerlandkreis.

Zu den Fachgebieten Physik/Elektrizität, Hauswirtschaft, Sport, Chemie, Holzbearbeitung, Sprache und Elektronik wurden Möglichkeiten für alle Jahrgänge verabredet, wie die Grundschüler mit den Berufsschülern zusammen arbeiten können.

 

 

Zusammenarbeit mit der freiwilligen Feuerwehr

Seit 2009 wurde die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr intensiviert.

Im 2. und im 4.Schuljahr bekommen die Kinder je 2 Stunden Unterricht von extra dafür geschulten Feuerwehrleuten, sowohl in Olsberg als auch in Wiemeringhausen. Jährlich werden 2 Brandschutzübungen durchgeführt, eine mit Unterstützung der Feuerwehr und eine ohne Feuerwehr. Dabei werden Personenverhalten und Zeiten genau protokolliert.

 

Zusammenarbeit mit einem Paten-Zahnarzt

Die Olsberger Zahnarzt-Praxis Dr. Schwichtenhövel sorgt einmal jährlich für eine Prophylaxe in der Zahngesundheit.

 

Kooperation mit der Stadtbibliothek Olsberg

Mit der Stadtbibliothek Olsberg besteht ein Kooperationsvertrag.

Die Kinder des 4.Schuljahres machen den Büchereiführerschein. Dadurch lernen sie das sinnvolle Ausleihen und das zuverlässige Zurückgeben von Büchern.

Die Kinder des 2.Schuljahres erleben das Projekt „Freundeführung“.

Zu den Theaterspielen der Berufsschüler/innen (Lese-Eulen)liefert die Stadtbibliothek eine Bücherkiste.

 

Zusammenarbeit mit dem Forstamt / Patenförster

Unser Patenförster Thomas Wullenweber vom Forstamt Olsberg unterstützt uns bei den Waldjugendspielen und auf Anfrage auch bei Wanderungen einzelner Klassen.

 

Zusammenarbeit mit der „Schule an der Ruhraue“

Die „Schule an der Ruhraue“ ist eine Schule für körperbehinderte Kinder. Unsere Kinder, z.B. die Arbeitsgemeinschaften Theater und Sport, besuchen diese Schule zu bestimmten Anlässen und zeigen dort Theaterstücke oder sportliche Vorführungen.

 

Zusammenarbeit mit dem Heimatbund

Alle Klassen besuchen im 3./4.Schuljahr den Philippstollen, um einen Einblick in den Bergbau in unserer Heimat in früherer Zeit zu gewinnen. Der Unterrichtsgang kann mit einer Wanderung kombiniert werden. Im Umfeld des Eisenberges gibt es noch mehr interessante Dinge zu entdecken, z.B. den Maxstollen oberhalb des Schinkenwirtes, die ehemaligen Verladeeinrichtungen und die Klingelgruben auf dem Eisenberg.

Zusätzlich kann noch das kleine Heimatmuseum in Wulmeringhausen besucht werden, das in sehr anschaulicher Weise das Thema Bergbau näher bringt.

Mitarbeiter des Heimatbundes unterstützen die schulische Arbeit durch Führungen innerhalb der Stadt und im Philippstollen.

 

 

6.2 Weitere Kooperationspartner

 

Beratungsstellen, Jugendhilfe

 

Die Jugendhilfe Olsberg fungiert seit 2008 als Kooperationspartner für Ganztagsschule und Betreuung.

Mit den Erziehern/innen der im Stadtgebiet ansässigen Kinderheime der Kropff-Federath’schen Stiftung und des Sozialwerks Sauerland mit insgesamt 6 Häusern versuchen wir, engen Kontakt zu halten, um Lern- und Erziehungspläne gemeinsam erstellen und verwirklichen zu können.

Auch die Hilfe der „Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche“ in Brilon wird bei Bedarf von uns in Anspruch genommen, wenn Kinder oder Familien Hilfe benötigen.

Bei massiven Auffälligkeiten suchen wir Unterstützung bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Meschede oder Marsberg.

 

Kirchengemeinde

Als katholische Bekenntnisschule einerseits, aber auch in unserem gemeinsamen Bestreben, die Kinder nach christlichen Werten zu erziehen, sind wir um eine gute Zusammenarbeit mit den Kirchen bemüht. Dies drückt sich in ökumenischen Gottesdiensten zum Schuljahresanfang und zum Schuljahresende, sowie in den monatlichen Schulgottesdiensten aus. Im pfarramtlichen Unterricht des 3. Schuljahres werden unsere katholischen Kinder durch den Pfarrer und die Gemeindereferentin auf die „Erste Heilige Kommunion“ vorbereitet. Regelmäßig wirken unsere Schüler bei der Gestaltung der großen Nikolausfeier in der Kur- und Konzerthalle mit.

 

Polizei

Bei der Verkehrserziehung und besonders bei der Radfahrausbildung im 4. Schuljahr arbeiten wir eng mit der hiesigen Polizeibehörde zusammen (siehe auch Verkehrserziehung).

 

Vereinssport

Vertreter der hiesigen Vereine, z.B. BRC Bigge-Olsberg, TSV Bigge-Olsberg (Abteilungen Fußball, Handball, Leichtathletik und Fechten), SC Neuastenberg-Langewiese (Biathlon) und Musikverein Olsberg sowie Kreismusikschule und Kinderchor, sind jederzeit willkommen, bei uns für ihre Anliegen bei den geeigneten Altersstufen zu werben und den Schülern attraktive Freizeitangebote zu präsentieren.

Auch der Verein „Hunde helfen Menschen“ stellte sich schon einige Male mit ihren Hunden vor, um den Kindern die Angst im Umgang mit großen Hunden zu nehmen.

 

Besucher in der Schule

In regelmäßigen Abständen haben wir auch Besucher in unserer Schule zu Gast, die den Kindern einen Einblick in ihre interessante Arbeit geben.

Die Besucher der letzten zehn Jahre werden im Einzelnen im Anhang aufgeführt.

 

 

 

Musikschule des Hochsauerlandkreises

Für die musisch interessierten Kinder bietet die Musikschule des HSK in unseren Räumlichkeiten im Anschluss an den Schulvormittag Instrumental-Unterricht an. Auch bei Konferenzen und Elternabenden geben wir der Musikschule Raum, den Eltern ihr Programm vorzustellen.

 

 

7. Förderverein

 

Unser Förderverein besteht seit 1992. Er ist gemeinnützig und vom Finanzamt anerkannt. Die Mitgliedschaft und der Jahresbeitrag sind freiwillig. Der Förderverein unterstützt das schulische Leben, er ergänzt fehlende Lehrmittel und ermöglicht der Schule sonstige Anschaffungen, für die öffentliche Gelder nicht zur Verfügung stehen. Aus diesen Gründen ist die Mitgliedschaft der Eltern sehr wünschenswert.

Vorsitzender des Fördervereins: Gregor Neuhäuser

 

 

8. Teilnahme an Wettbewerben

 

An ausgeschriebenen Wettbewerben nehmen wir immer gerne teil. So beteiligen sich unsere Schüler seit vielen Jahren mit gutem Erfolg am Malwettbewerb der Volksbanken.

Der „Umweltpreis der Stadt Olsberg“ regte uns dazu an, über Möglichkeiten nachzudenken, wie wir das Umweltbewusstsein unserer Schüler fördern und stärken können. Daraus resultierte, dass es in jeder Klasse Energiewächter gibt, die darauf achten, dass sowohl in den Klassen als auch auf den Fluren keine Energie verschwendet wird. Bei der letzten Verleihung im Jahr 2005 errang unsere Schule sogar den 1. Platz unter 11 Mitbewerbern. Zum einen wurde die Anlage und Pflege des Schulgartens ausgezeichnet, zum anderen überzeugte die Jury die Übernahme einer Müllpatenschaft für den Weg von der Grundschule bis zur neuen Ballspielhalle.

Im sportlichen Bereich findet im Sommer nach wie vor das Sportfest (Bundesjugendspiele Leichtathletik) für alle Schüler statt. Im Winter führen wir für die Klassen 3 und 4 einen Vielseitigkeitswettkampf in der Turnhalle durch.

Die Kardinal-von-Galen-Schule Olsberg-Schule nimmt außerdem an zwei überschulischen Vergleichswettkämpfen teil, am Schwimmwettkampf und am Stadtsportfest-Leichtathletik der Grundschulen aus Olsberg, Winterberg und Hallenberg.

Beim überregionalen Schreib-Wettbewerb „Criminale“ im Jahr 2005 konnte ein Schüler aus dem 4.Schuljahr den Hauptpreis erringen.

 

 

 

 

 

 

9. Evaluation und Ausblick

 

Die alten Griechen kannten den Grundsatz: Alles fließt !

 

Unser Schulprogramm ist nicht beendet, sondern steht jederzeit mitten in einem Prozess, der immer wieder fortschreitet oder sich verändert.

Im Jahr 2005 haben wir mit dieser aktualisierten Fassung unseres Schulprogramms begonnen. Die vorangegangenen Seiten sind das Ergebnis einer langen inhaltlichen Arbeit aller Kollegen/innen. Sie stellen den aktuellen Stand unserer Schule dar und geben Auskunft über die derzeitigen Entwicklungsschwerpunkte und die anstehenden Vorhaben.

Durch die Aktualisierung des Schulprogramms haben wir eine Basis dafür geschaffen, dass alle an unserer Schule Beteiligten den gleichen Informationsstand haben können.

Das Kollegium der Kardinal-von-Galen-Schule stimmt darin überein, das vorgelegte Schulprogramm in regelmäßigen Abständen kritisch zu überprüfen und weiterentwickeln, um es den schulinternen und den sich wandelnden gesellschaftlichen Erfordernissen anzupassen.

Für diesen Fall wird zusammen mit der Schulleitung eine Steuergruppe eingerichtet.

Der Prozess der Umwandlung von Regelschulen zu inklusiven Systemen ist in vielen Grundschulen erst am Anfang. Unsere Schule hat durch die langjährigen Erfahrungen im „Gemeinsamen Unterricht“ bereits viele Kompetenzen zum Thema Inklusion gewonnen.

Auf dieser Grundlage wollen wir uns aber in den nächsten Jahren verstärkt mit dem Thema „Leistungsbeurteilung in unterschiedlichen Lerngruppen“ beschäftigen. Außerdem sollen die Zeugnisse der Klasse 3 auf den Prüfstand. Hier ist zu beraten, ob es im Halbjahrs Zeugnis oder auch in beiden Zeugnissen ohne Noten gehen kann.

 

 

Anhang

 

Konzept zur individuellen Förderung

 

Beim Lernen in unserer Schule wird jedes Kind dort abgeholt, wo es steht und individuell in seinem Tempo gefördert.

Die Lernstandsanalyse beginnt schon in der Vorschulzeit:

Bei der Schulanmeldung im November wird mit dem Kind in einer Einzelsituation ein Screening durchgeführt, um den motorischen, sensorischen und kognitiven Entwicklungsstand zu beobachten. In anschließenden Gesprächen mit Eltern und Erziehern werden diese Ergebnisse ausgetauscht und Förderangebote empfohlen.

Im Februar findet der Schnuppernachmittag mit einem 2. Screening statt, das die o.g. Aspekte der Schuluntersuchung um die soziale Komponente erweitert. Die Kinder werden hier in Kleingruppensituationen von einem Lehrerteam beobachtet, welches die Ergebnisse dokumentiert und bei Auffälligkeiten zu einem Eltern- oder Erziehergespräch einlädt.

Die Schuleingangsphase beginnt mit einem Softstart, um in kleinen Gruppen die Beziehung zum Kind besser aufbauen und den Entwicklungsstand intensiver beobachten zu können. In der 2. und 3. Stunde des Vormittags werden die Erstklässler dann in der gemeinsamen Stammgruppe unterrichtet. In der Softstartphase erfolgt eine umfangreiche Eingangsdiagnostik zum Lernstand in den Bereichen Schreiben, Lesen und Mathematik. Nach Auswertung der Ergebnisse arbeiten die Schüler individuell an Lernpässen aus dem Programm der Rechtschreibwerkstatt und an kompetenzorientierten Matinko-Heften (Jansen) im mathematischen Bereich. Viermal im Jahr wird in Klasse 1 ein Bild-Wort-Test durchgeführt, um den Lese- und Schreibstand der Kinder zu dokumentieren und die Förderplanung fortzuschreiben. Im mathematischen Bereich schreiben die Schüler nach der Bearbeitung jedes Matinko-Heftes in Einzelsituationen eine Lernzielkontrolle, wonach entschieden wird, ob das Kind im nächsthöheren Bereich arbeiten kann oder noch zusätzliche Trainingsangebote benötigt.

Dieses Konzept der individuellen Förderung setzt sich in den Klassen 2 bis 4 fort. Die Lesefähigkeit der Kinder wird kontinuierlich mit dem Stolperwörtertest, der Rechtschreibbereich viermal jährlich durch standardisierte Diagnosediktate, der mathematische Bereich halbjährlich durch Prä- und Posttests überprüft.

Auf dem Weg zu einer inklusiven Schule besteht das gemeinsame Lernen bei uns seit 1982. In offenen Unterrichtssituationen werden die Schüler der GL-Klassen von einem Lehrerteam (Grund- und Förderschullehrer) unterrichtet. Allen Kindern kommt dabei das oben beschriebene Konzept zur individuellen Förderung zugute. Eine Separierung ist daher größtenteils nicht erforderlich.

 

 

Besucher in der Schule (in den letzten 10 Jahren)

 

Februar 2003 Hündin Alina von der Initiative „Hunde helfen Menschen“

November 2003 Radio Sauerland „Advent - Wir warten aufs Christkind“

Dezember 2003 Vorstellung der Fechtabteilung des TSV Bigge-Olsberg

Dezember 2003 „Filarmonica Brasov“ aus Rümänien, Konzert in der ev. Kirche

Januar 2004 Fantasia Theater, Aula, „Dicke Freundschaft – dünner Faden“

Juni 2004 Das Krockymobil mit Zahn-Disco

Juni 2004 Der Kinderbuchautor Thilo liest aus dem „Rostigen Robert“ vor.

Oktober 2004 Theater Fantasia, „Peter Pan : Insel Nimmerland“

Dezember 2004 Vorstellung des Zirkus Henry in der Aula der HS

Februar 2005 Glasbläser aus Lauscha/Thüringen

April 2005 „Criminale“, Vorlesung der Autorin Kathrin Heinrichs

März 2006 Fantasia Theater, Altes Kino, „Ich wünsch mir einen Luftballon“

September 2006 Frau Merkel vom Gesundheitsamt: Eltern-Info wegen „Kopfläuse“

Mai 2007 Geki-Zaubertheater, altes Kino

Juni 2007 Theater-AG Eversberg, „Der Stein der Fantasie“

Januar 2008 Vorstellung des Zirkus Trumpf-Fantastic, Aula

September 2008 Erste-Hilfe-Maßnahmen, Ludger Imöhl vom DRK Olsberg

Oktober 2008 „Sinfoniettea Bulgaria“, Konzert in der Ev.Kirche

November 2008 Fantasia Theater, Altes Kino, „Dicke Freundschaft-dünner Faden“

März 2009 Glasbläser Müller aus dem Erzgebirge

November 2009 Optikermeister Ludger Becker, Sehtest für alle Kinder

Oktober 2010 Eröffnungsveranstaltung für den Olsberger Caritas-Warenkorb

Dezember 2010 Ausstellung „Weltreligionen“ mit Werner Lux

März 2011 Fantasia Theater, Altes Kino, „Peter Pan“

Juni 2011 Kreissportbund, “Street-Soccer-Turnier, Vorrunde, Schulhof

Oktober 2011 Radio Sauerland, „Aktion Sicherer Schulweg“

Oktober 2011 Rollende Waldschule in Wiemeringhausen

 

 

 

Gemeinsame Schulausflüge

 

02.05.1997

Wuppertaler Zoo

Bahn (in 2 Gruppen) und Schwebebahn, zu Fuß zum Zoo, Gruppen mit 2 Erwachsenen, Spielplätze, später Beschluss des Kollegiums, alle 4 Jahre einen gemeinsamen Schulausflug zu planen

09.05.2001

Freilichtmuseum Hagen

Bahn und Regionalverkehr in Hagen, Alte Häuser und Maschinen, Menschen bei der Arbeit wie vor 100 Jahren,

 

16.06.2004

Vierjahreszeitenpark Oelde

5 Busse, 13 jahrgangsübergreifende Gruppen, 15-20 Kinder mit 2 Erwachsenen, ausgesuchte pädagogischen Themen im „Grünen Klassenzimmer“

15.05.2008

Maxipark Hamm

5 Busse, 14 jahrgangsübergreifende Gruppen, 15-16 Kinder mit 2 Erwachsenen, pädagogisches Angebot, Dinosaurier-Ausstellung

05.05.2012

Gartenschaupark Rietberg

6 Busse, 18 jahrgangsübergreifende Gruppen mit 2-3 Erwachsenen, „Grünes Klassenzimmer“, besonders interessante Spielplätze

11.05.2016

Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen

5 Busse, 12 jahrgangsübergreifende Gruppen mit jeweils 15-16 Kindern und 2-3 Erwachsenen. Führungen durch die Themengebiete Afrika, Asien, Alaska.

 

 

 

 

 

Schulfeste seit 1964

 

 

Datum

Motto / Thema

Auftritte, Spiele u.a.

Sommer 1964

Fest der Olsberger Volksschule, Stadion

Briloner Fanfarenzug, sportliche Darbietungen, Gymnastik, Tauziehen, Tanz und Reigen, Kirmesbuden, Fußballspiel Schulpflegschaft/Geistlichkeit/Lehrer – Gemeinderat/Eltern

25.05.1968

Kommt und lasst uns tanzen, springen; kommt und lasst uns fröhlich sein

z.B. Spiel vom dicken, fetten Pfannekuchen –

die gestohlene Uhr –

Lieder und Tänze in englischer Sprache

05.06.1971

Lehrer und Schüler laden ein zu Kurzweil und Spiel

Auf dem Markt zu Olsberg – Song der Menschenfresser – Übungen aus der Turnstunde – Flötengruppe – Die Vogelhochzeit – Es wächst ein Pilz im Wipperwald – Die musikalische Familie – Hänsel und Gretel

20.03.1976

Feier aus Anlass des 30.Todestages Kardinals von Galen - Kur-und Konzerthalle

Liedervorträge, Turnvorführungen,

Holzschuhtanz, Blaskapelle des 4.Schuljahrs

31.05.1980

Spiel und Spaß für jeden was

Schulhof

Jubel, Trubel, Heiterkeit an Buden und Ständen – Wettspiele zwischen Kindern und Eltern –

Luftballonstart

05.06.1982

250 Jahre Schule in Olsberg

Theaterspiel der Kinder über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - Ausstellung über die Schulgeschichte Olsbergs – Luftballonstart

28.06.1986

Pechvogel und Glückskind

Schulhof

Theaterstück unter Mitwirkung aller Schüler / aller Klassen – Ausstellung von Bastelarbeiten aus dem Kunstunterricht – Wettkämpfe zwischen Eltern und Kindern

12.05.1990

Die Krone der Schöpfung

Schulhof

Theaterstück für alle Klassen – Wiese, Wasser, Luft, Feld, Garten und Wald als Zeugen der Anklage gegen den Menschen – Aus „Krone der Schöpfung“ wird „Hüter der Schöpfung“

18.06.1994

Wir sind alle gleich

Aula der Hauptschule

Theaterstück der Klassen 1,2,und 3 mit dem Raben Tao, der auf der Suche nach dem Glück ist – Klasse 4 zuständig für Festschrift – Einweihung des neuen Spiel-Schulhofs – Basar mit vielen Bastelarbeiten

06.06.1998

Jahrmarkt in der Kardinal-von-Galen-Schule

Aula der Hauptschule

Zirkus Cardinali – Alle Klassen stellen Artistengruppen dar – Krokodile, Löwen, Sportfest, Aquarium, Ungarische Tänzer, Parterre-Akrobaten, Flohzirkus, Turnakrobaten, Seilspringer, Multi-Jongleure, Discotänzer

04.05.2002

Ein Fest der Farben –

40 Jahre Kardinal-von-Galen-Schule

Aula der Hauptschule

Vor 40 Jahren wurde das Schulgebäude eingeweiht- Im gemeinsamen Theaterstück aller Kinder wartet „Der kleine Tag“ irgendwo im Lichtreich ungeduldig auf seinen Auftritt auf der Erde – Hauptrollen: Dennis Schröder, Tobias Hanfland

Die 80 Seiten umfassende FESTSCHRIFT wurde ca. 230 mal zum Preis von 3,- € verkauft. Musikalische Umrahmung: Jugendblasorchester des Musikvereins Eintracht, Akkordeon-Gruppe, Gitarrengruppe, Flötengruppe, Schulchor

13.05.2006

Bücher öffnen Welten

Aula der Hauptschule

 

Alle 8 Klassen spielten eine kurze Szene aus je einem Buch, wobei sämtliche Kinder zum Einsatz kamen.

Festredner: Thomas Wullenweber

Aktionen: Street-Soccer-Turnier, Rollstuhlfahren

08.05.2010

Reise durch Europa

Klassenräume

Länderpräsentationen in allen Klassen - Länderquiz -Einweihung des neu eingerichteten Computerraums –

KvG-Fußball-WM – Trommelgruppe Wiemeringhausen und Trommelgruppe Xtreme Drums aus Niedersfeld – Portugiesische Folkloregruppe – Treckerschau -

28.05.2014

  Ein Märchen wird wahr

  Aula Hauptschule, 

  Klassenräume, Schulhof

   Schulfest mit Schwerpunktthema Märchen